Die Lauenburger Dampf- und Motorschlepper

tl_files/Bilder/_Hefte/h03_titel.png

 

Heft 3

 

Theodor Grötschel

 

Die Lauenburger Dampf- und Motorschlepper

 

Erscheinungsjahr: 1996

Format: DIN A5, 55 Seiten, 35 Fotos, 2 Zeichnungen

4,50 €


 

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte man es auch bei der Elbschifffahrt verstanden, die Dampfkraft zur Fortbewegung der Schiffe nutzbar zu machen.

 

Die zu damaliger Zeit im Elbegebiet in Betrieb genommenen Seitenraddampfer dienten vorwiegend der Personenbeförderung und nur in geringerem Maße dem Gütertransport. Diese Dampfer verkehrten in der Regel in lokalen Bereichen. Es dominierte zunächst weiterhin beim reinen Frachtverkehr auf der Elbe die Segel- und Treidelschifffahrt.

 

Infolge des zu damaliger Zeit noch unvollkommenen technischen Zustandes der Maschinen sowie der dazugehörigen Dampfkessel waren diese Dampfer sehr unwirtschaftlich. Dieses hatte zur Folge, dass sich die Dampfschleppschifffahrt anfangs nur sehr langsam entwickelte. Es bestand für die Elbschifffahrt die Gefahr, daß viele zur Beförderung anstehende Güter an die zu damaliger Zeit in deutschen Landen stark expandierenden Eisenbahnen verloren gingen. Die ab 1866 auf der Elbe eingeführte Kettenschleppschifffahrt war ein geeignetes Mittel, der Konkurrenz der Eisenbahnen Erfolgreich entgegen zu treten. In der Folgezeit machte die technische Entwicklung der Raddampfermaschinen rasche Fortschritte und in Verbindung mit dem erfolgreich verlaufenden Fahrwasserausbau der Elbe kam es gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum vermehrten Bau leistungsfähiger Radschleppdampfer.

 

Die fortschreitende Industrialisierung in Deutschland bedingte einen um ein Vielfaches erweiterten Gütertransport. Der Hamburger Hafen war zur Drehscheibe des Welthandels geworden und es entstanden an der Elbe zahlreiche Dampfschleppschifffahrtsgesellschaften. Einige dieser Gesellschaften versuchten in der Folgezeit in den Besitz einer Monopolstellung zu gelangen. Um diesem entgegenzutreten, entstanden entlang der Elbe weitere Dampfschifffahrtsgesellschaften.

 

Auch in der Schifferstadt Lauenburg gab es um die Jahrhundertwende wagemutige Männer, die sich der Dampfschleppschifffahrt zu wandten. Allen voran seien die Gebrüder Burmester genannt, welche bereits eine florierende Personendampfschifffahrt zwischen Lauenburg und Hamburg betrieben.

 

Aber auch andere Lauenburger Schiffer beschäftigten sich mit der Dampfschleppschiffahrt. Im Folgenden soll versucht werden, eine Übersicht über die in Lauenburg beheimateten Schlepper zu geben.

 

Ein Kapitel des Heftes ist auch dem Arbeitstag auf einem Schleppdampfer gewidmet mit einer genauen Schilderung des Tagesablaufes.

 tl_files/Bilder/_Hefte/h03_bild1.pngtl_files/Bilder/_Hefte/h03_bild2.png