Flößerei auf der Elbe

tl_files/Bilder/_Buecher/01-3_Titel.pngSchrift Nr. 01-3

 

Lina Delfs, Helmut Hartmann,

Ulrich Klages, Reinhold Mertins,

Artur Pätow, Klaus Schumacher

 

Flößerei auf der Elbe

Teil 1 - Wege und Ziele ihrer Erforschung

 

Erscheinungsjahr: 1992

Format: A5; 132 Seiten; 36 Abbildungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7,00 €


 

Die vorliegende Arbeit wurde im Verlauf ihres Entstehens in hohem Maße von den Ereignissen der Zeitgeschichte mitbestimmt.

 

Als der Verein zur Förderung des Lauenburger Elbschiffahrtmuseums im Jahre 1988 ein Forschungsprojekt zur Geschichte der Elbflößerei ins Leben rief, stand als wichtigstes Problem die Frage im Raum, wie man vernünftigerweise eine solche Geschichte schreiben könnte, wenn gleich hinter Lauenburg die mehr oder minder undurchlässige deutsch-deutsche Grenze verlief.

 

Wie sollte man über die Geschichte der Elbflößerei schreiben, wenn die Quellen im andern Teil Deutschlands, in den Archiven von Magdeburg und Dresden voraussichtlich nur unter großen Schwierigkeiten zugänglich und verwertbar sein würden?

 

Einzelne persönliche Kontakte zwischen Interessierten von hüben und drüben, für die der Elbstrom nicht nur gemeinsamer Arbeitsplatz, sondern auch eine Schiene verschwiegener und heimlicher Kontakte war, würden, so hoffte man damals, wenigstens die wichtigsten Lücken einigermaßen notdürftig schließen helfen. Außerdem vertraute man darauf, dass auch die großen Bibliotheken und Archive im westlichen Teil Deutschlands über genügend Material verfügen würden, das Aufschluss über die wichtigsten historischen Fakten wenigstens bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges geben könnte.

 

Inzwischen hat sich die Situation grundlegend geändert. Elborte im östlichen Teil Deutschlands suchten, die neue Freiheit nutzend, Kontakte und Partnerschaften im Westen.

 

Neue Impulse gingen von dem 3. Deutschen, d. h. ersten deutsch-deutschen Flößertag aus, der im Jahre 1990 in Uhlstädt an der Saale stattfand. Hier wurden neue Kontakte geknüpft, Erfahrungen über die eigene Arbeit zur Geschichte des Elbstromes und über die Elbflößerei hier wie dort ausgetauscht. Im Sturm der Ideen, wie eine künftige gemeinsame Forschungsarbeit verwirklicht werden könnte, blieb es allerdings zunächst bei guten Vorsätzen, deren konkrete Umsetzung in der schon fieberhaft zu nennenden Hektik der Aufbruchstimmung zunächst auf sich warten ließ.

 

Mittlerweile geht das Forschungsprojekt zur Geschichte der Elbflößerei, wie es der Lauenburger Förderverein initiiert hatte, in sein viertes Jahr und es scheint an der Zeit, die bisherigen Resultate nun endlich einmal zusammenzufassen, auch wenn die zahlreichen Möglichkeiten, die sich der Forschung etwa in den ostdeutschen Archiven noch bieten, einstweilen nicht oder nur in ganz geringem Umfange ausgeschöpft werden konnten.

 

Ein solcher Zwischenbericht, um mehr kann es hier nicht gehen, gibt zudem Gelegenheit, auf bisher Erreichtes zurückzublicken, neue Ziele ins Auge zu fassen und Impulse für neue, bisher vielleicht vernachlässigte Fragestellungen zu geben.

 

Wir übergeben daher diese Schrift der Öffentlichkeit mit der Hoffnung, dass Fehler und Mängel Nachsicht finden, dass neue Antworten neue Fragen aufwerfen und dass weitere Forscher sich herausgefordert fühlen, die bisherige Zwischenbilanz zu erweitern und zu ergänzen: Dann muss es nicht bei diesem einen Band zur Geschichte der Elbflößerei bleiben!

 

Ein besonderer Dank für das bisherige erfolgreiche Wirken im Rahmen des Flößereiprojektes gilt dem Leiter dieses Projektes; Herrn Klaus Schumacher, der alle Ergebnisse von Einzelforschungen zum vorliegenden ersten Band koordiniert hatte, sowie Werner Hinsch, der seitens des Elbschiffahrtmuseums und des Schifffahrtsarchivs das Projekt begleitet hat.

 

Hauke Matthießen †

 

1. Vorsitzender, Lauenburg/Elbe, im Oktober 1992

 

Einige Fotos aus der Schrift

 

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