Verein zur Förderung des
Lauenburger Elbschiffahrtsmuseums e.V.
und Betreiber des Raddampfers Kaiser Wilhelm

Bautagebuch des Elbschiffahrtsmuseums

Die Ziellinie ist erreicht und unerwartete Unterstützung für das Museum
9. November 2011

Eine überraschende Unterstützung erhielt das Museum durch die Geschäftsführung des Brau- und Brennhauses in der Lauenburger Elbstraße. In Zusammenarbeit mit dem „Lauenburger Räucherteufel“ Peter Wiegmann, hat der Inhaber Patric Schüle (Bild 1) die Lachsvariationen „SCHIPPERS BEST“ kreiert. Der Verkauf dieser Köstlichkeit hat den großen Vorteil für das Museum, dass jeweils 5 Euro vom Verkaufspreis als Spende an das Museum gehen.

Aber nun zum letzten Kapitel des Bautagebuches. Ganz überraschend wurde der Termin für die Beendigung aller Arbeitsvorhaben um einen Monat verlängert. Es war dennoch das Ziel möglichst viele Arbeiten zum 31. Oktober fertig zu stellen.

Und so begann ein regelrechter Endspurt, um das Ziel zu erreichen. Historische Treppenstufen wurden durch das Einpassen von Eichenholz (Bild 2) wieder so hergerichtet, dass sie nun viele Jahrzehnte ihre Aufgabe erfüllen können.

Letzten Schliff bekamen auch die Inschriften und Ornamente (Bild 3) an den Fachwerkbalken am Kirchplatz 1. Zum Glück hat das Wetter sich in den letzten Wochen von der besten Seite gezeigt.

Wie aus altem und schon sehr beanspruchtem Fußboden wieder etwas schönes werden kann, zeigt das Bild 4. Nach langem Schleifen und dem Ergänzen von fehlerhaften Stellen erhalten die Dielenbretter durch einen Schutzanstrich ihren Glanz zurück.

Langwierig sind auch die Einstellarbeiten (Bild 5) am neuen Aufzug. Hier hat die Sicherheit absoluten Vorrang vor schneller Fertigstellung. Alle Funktionen und Sicherheitsmaßnahmen werden immer und immer wieder geprüft, bevor der Aufzug zur Endabnahme angemeldet wird.

Noch einmal ein Schwertransport durch die Elbstraße. Der neue Transformator (Bild 6) zur elektrischen Versorgung der Unterstadt wurde angeliefert.

Mit einem Autokran erfolgte dann die Aufstellung vor Ort. Mitarbeiter der Stadtwerke begleiteten die Arbeiten (Bild 7).

An der Frontseite des neuen Eingangsbereiches (Bild 8), wird demnächst der Schriftzug ELBSCHIFFAHRTMUSEUM auf das Haus aufmerksam machen.

Als ein letztes völlig neues Arbeitsvorhaben, begann die Herstellung (Bild 9) des erforderlichen Notausgangs für den Maschinenkeller. Wieder macht das schon bekannte Feldsteinfundament Schwierigkeiten. Auf Grund der beengten Platzverhältnisse können keine Maschinen eingesetzt werden, Handarbeit ist angesagt.

Am Nachmittag des 31. Oktober wurde es auf der Baustelle dann etwas ruhiger. Fast alle am Bau Beteiligten (Bild 10), versammelten sich im zukünftigen Raum für Sonderausstellungen und Vorträge. Es gab Bockwurst und Getränke für alle und so saßen bei guter Stimmung die Beteiligten noch lange beieinander.

Der Bürgermeister und der den Bau leitende Architekt (Bild 11), bedankten sich bei den Handwerkern für die geleisteten Arbeiten.

Damit hat das Bautagebuch seinen Schluss erreicht. Seit September 2010 habe ich über den Baufortschritt, Schwierigkeiten und Erfolge berichtet. Nun werden im Hause im wesentlichen noch Restarbeiten durchgeführt. Diese werden sich noch über den Monat November hinziehen. Sie unterscheiden sich aber nicht mehr von den Arbeiten, die bisher beschrieben worden sind.

Ich bedanke mich bei allen Handwerkern, die immer wieder durch meine Kamera bei der Arbeit verewigt worden sind. Es gab in den Monaten keine Ablehnung, wenn ich fragte: “Darf ich für das Internet und die Baudokumentation Aufnahmen machen?”

Ebenso bedanke ich mich bei denen, die mir Lob und Anerkennung für das Bautagebuch gegeben haben.

Joachim Kedziora
vom
ELBSCHIFFAHRTMUSEUM


Der Endspurt hat begonnen
23. Oktober 2011

Es gibt untrügliche Anzeichen dafür, dass ein Bauprojekt dem Ende zugeht. Im Falle der Sanierung des Elbschiffahrtmuseums sind es die Elektriker, die den Endspurt beginnen. Waren es im alten Hause noch drei oder vier getrennte Stromkreise mit 10 bis 16 Ampere abgesichert, sieht es heute doch etwas anders aus. Das Bild 1 zeigt den Beginn der Installationsarbeiten an der Hauptverteilung im Erdgeschoss des Museums.

Es fehlten im Museum noch in zwei Räumen die neuen Fußböden. Nach der Fertigstellung der Unterkonstruktion (Bild 2) wurde eine dicke Schicht aus trittschalldämmenden Material eingebracht. Als letztes erfolgte dann der Einbau der Fußbodenbretter, die mit Nut und Feder einen festen Untergrund für die Aufstellung der Exponate bilden.

Auch der Farbanstrich im Inneren des Hauses wird immer perfekter. Die Farbtöne orientieren sich an Vorbildern aus der Bauzeit (1743) des Hauses. Die Tür im Bild 3, die Ihren Anstrich erhält, hat keine Funktion mehr. Sie war Jahrzehnte ebenso wie das darüber liegende Fenster hinter einer Holzplatte verborgen. Nun werden beide als Stilelement dem Besucher präsentiert.

Im Kellerbereich finden im jetzigen Zeitraum ebenfalls eine ganze Reihe von Arbeiten statt. Das Bild 4 zeigt den Einbau des Stahlrahmens der Verbindungstür zwischen den beiden Kellerräumen.

Die örtlichen Verhältnisse machen den Einbau einer Pumpanlage (Bild 5) für die sanitären Abwässer erforderlich. Diese findet ihren Platz ebenfalls im Keller.

Auch das Haus Kirchplatz 1 ist ein Ort „regen Treibens“. Das ist eine etwas ironische Beschreibung der tatsächlichen Begebenheiten. Alle bisher im Bautagebuch aufgeführten Gewerke sind im Hause tätig. Es herrscht in manchen Räumen eine drangvolle Enge, da alle Handwerker ihre Arbeiten zum Abschluss bringen wollen.

Der Zimmermann im Bild 6 leistet Vorarbeit für den Restaurator. Dieser wird die gezeigten Fachwerkteile wieder so herrichten, dass sie für viele Jahre das Haus schmücken werden.

Auch der neue Eingangsbereich nimmt Gestalt an, Stahlbau- und Verglasungsarbeiten gehen nahtlos in einander über (Bild 7).


Auf der Zielgeraden angekommen
9. Oktober 2011

Nun ist der letzte Monat der Bauarbeiten angebrochen. Auf dem schon seit langem recht vollgestellten Kirchplatz (Bild 1) ist es noch enger geworden. Zu den Materialmengen der Putzer und der anderen Handwerker sind nun auch noch die großen Mengen an Rohstoffen für den Estrich gekommen. Zusätzlich werden beide Gebäude komplett mit einem Außengerüst versehen.

Die großen Mengen an Lehmputz wurden im Kirchplatz 1 mit einer Spritzvorrichtung aufgebracht. In einer Mischmaschine wurde der Lehm mit Wasser vermischt. Mit einer Pumpe wird dann der fertige Putz in die Räume gefördert (Bild 2) und auf die Wände aufgetragen.

Alle elektrischen Kabel und die isolierten Vor- und Rücklaufleitungen (Bild 3) der Heizung wurden dann akkurat auf dem Betonboden verlegt. Im Anschluss an diese Arbeiten wurde der Betonboden mit einer trittfesten Isolierung bedeckt.

Die vorgesehene Fußbodenheizung lag als Rollenmaterial (Bild 4) bereit zur Verarbeitung und wurde, bevor die Estrichspezialisten anrückten, verlegt.

Direkt nach der Anlieferung der Materialien begann das Einbringen des Estrich, der mit einer Pumpe in die Räume gefördert wurde (Bild 5). Anschließend wird das richtige Höhenmaß hergestellt. Die vorher verlegte Fußbodenheizung verschwindet somit unter einer dicken Schicht Estrichbeton.

Drangvolle Enge auch im Verbindungsteil beider Häuser. Die Stahlbauer sind auf allen Ebenen beschäftigt: mit dem Ausrichten von Verbindungen, Schleifen, Schweißen und Hämmern. Alles läuft gleichzeitig ab. Die im Bild 6 sichtbaren Verkleidungen aus Spanplatten werden später auch gegen Glas, wie es in der Mitte zu sehen ist, ausgetauscht.

Im Bild 7 ist die Fertigung von Fußleisten für die Ausstellungsräume zu sehen. Leider war nur ein geringer Teil der historischen Fußleisten im Hause noch erhalten. Aber nach diesem Vorbild wurden neue Leisten gefertigt. Vor Ort werden nun die einzelnen Wandflächen mit exakt eingepassten Fußleisten versehen. Das schreibt sich leichter, als es getan ist. Denn rechte Winkel und gerade Flächen – alles Fehlanzeige. Hier muss jedes Teil einzeln gemessen, gesägt und angebracht werden.

Die Bilder 8 und 9 vermitteln einen Eindruck, wie es auf den beiden Fluren des Museums im Augenblick aussieht. Während im Bild 8 schon erkennbar ist, dass die Maler schon recht gut vorangekommen sind, hat der Maler im Bild 9 noch ein ganzes Stück Arbeit vor sich. Er befreit eine schöne Balkenkonstruktion von den Farbschichten der Vergangenheit.
Im Hintergrund des Bildes 8 richten die Schlosser die Verbindungstür zum Übergang nach Kirchplatz 1 aus.
Auf beiden Bildern sind aber schon die Aufhängungen für die neuen Beleuchtungsanlagen des Museums zu sehen. Auch, dass ein Ziel der Sanierungsmaßnahmen, der Energiebedarf pro Quadratmeter des Museums, wird erheblich geringer werden.

Auch im Keller des Museums geht es voran. Bild 10 zeigt den Durchgang vom neuen Keller in den vorhandenen Maschinenkeller. Eine Glaskonstruktion mit Tür wird später die beiden Räume trennen.

Damit auch im Kellerbereich keine Kabel sichtbar verlegt sind, wurden Schlitze in den Boden eingebracht. Mit der Motorflex (Bild 11) wurde der Beton aufgeschlitzt. In diese Schlitze, die zu jeder Maschine führen, werden später die Zuleitungskabel für die Antriebsmotoren der Exponate verlegt.


Noch führen die Treppen im Neubau nicht zum Ziel
25. September 2011

Montiert sind die Treppen (Bild 1) im Verbindungsbau beider Häuser schon, aber der Übergang darf aus Sicherheitsgründen noch nicht genutzt werden.

In der Werkstatt vorgefertigte Stahlträger (Bild 2) werden auf der Baustelle zusammengesetzt und ergeben die Konstruktion für die gläsernen Außenwände.

Im Kirchplatz1 geht es für die Handwerker jetzt in den Endspurt. Noch fehlende Fußbodenabschnitte (Bild 3) wurden geschüttet. Betonsockel aus der Vergangenheit werden beseitigt und immer wieder werden Lücken mit Mauersteinen geschlossen.

Einen Tag nach dem Schütten der Bodenplatte wurde damit begonnen das Wandelement in der Frontseite des Hauses (Bild 4) für den nächsten Beton vorzubereiten.

Auch für die Elektriker bietet der Rohbau vielfältige Betätigung. Da es wie im Haupthaus darauf ankommt, keine Kabel sichtbar auf dem Putz zu haben, werden ungewöhnliche Wege für die Kabel genutzt. So wird als Kabelkanal, wie im Bild 5 zu sehen, ein nicht mehr benötigter Schornstein verwendet. Es ist erstaunlich, welche Mengen an verschiedenen Kabeln heute erforderlich sind, um alle Anforderungen an einen modernen Museumsbetrieb zu erfüllen.

Ebenfalls für Kirchplatz 1 fertigen die Zimmerleute Balken am laufenden Band an. Denn im Inneren des Hauses werden jetzt eine ganze Reihe Abstützungen der Vergangenheit durch solide Holzbalken ersetzt. Neben der Arbeit mit Maschinen (Bild 6) ist aber immer noch eine Menge Handarbeit mit den herkömmlichen Werkzeugen der Zimmerleute erforderlich.

Im Haupthaus sind neben den Malerarbeiten die Fußböden ein großes Arbeitsgebiet. Neue Fußböden aus Douglasienholz (Bild 7) werden dort verlegt, wo der alte Boden nicht mehr gerettet werden konnte.

Aber wo es möglich war wird der alte Fußboden wieder verwendet. Mit sehr viel Arbeit und lautem Maschinengeräusch (Bilder 8 und 9) werden alte Farbanstriche, Teppichkleber und andere Spuren der Vergangenheit beseitigt. Immer und immer wieder werden die Bohlen geschliffen, um am Ende das gewünschte Resultat, einen neuwertigen Fußboden zu bekommen.

Einer besonderen Herausforderung müssen sich die Fliesenleger (Bild 10 und 11) in den Sanitärräumen stellen. Die ausgesuchten Wandfliesen haben das etwas ungewöhnliche Maß von 1 x 1 Meter. Das Gewicht und die erforderliche Genauigkeit bei der Verarbeitung – so etwas wird nicht alle Tage verlangt.


Filigranes und handfestes Arbeiten gleichzeitig in und an beiden Häusern
11. September 2011

Sehr schnell ändern sich jetzt die Gegebenheiten an beiden Häusern. Das allseitige Gerüst am Kirchplatz 1 wird intensiv von den verschiedensten Gewerken genutzt. Das Bild 1 zeigt Mitarbeiter einer Restaurierungswerkstatt aus der Elbstraße in Lauenburg. Sie sind dabei das Fachwerk fachgerecht zu schützen. Spalten, Risse und Löcher werden mit einem speziellen Kitt zugemacht und dann erfolgt noch ein Schutzanstrich. Danach ist das Fachwerk des Hauses wieder für viele Jahre vor den Einflüssen der Witterung geschützt.

Ebenso filigran sind die Arbeiten an den historischen Treppen im Museum. Diese haben durch den Gebrauch in den Jahrhunderten so manche Reparaturmaßnahme hinter sich gebracht. Immer wieder wurden auf die ursprünglichen Stufen Bretter aufgebracht, um die abgelaufenen Stufen zu überdecken. Nun sind die Stufen aus der Bauzeit freigelegt worden. In der Mitte der Stufen, dort wo die Abnutzung am stärksten ist, wurden ganz präzise angefertigte Holzteile (Bild 2) eingefügt.

Schon etwas handfester geht es beim neuen Fußboden zu. Auf dem Bild 3 ist deutlich der Trittschallschutz aus den verschiedenen Epochen zu sehen. Im vorderen Teil des Bildes der Staub der Jahrhunderte und historischer Bauschutt. Dann im hinteren Bildabschnitt, dort wo die Zimmerleute neue Bohlen eingefügt haben, die Problemlösung von heute. Eine Steinlage stellt den nötigen Schallschutz her.

Erstaunlich schnell wurde der erste Teil der Putzarbeiten im Kirchplatz 1 fertiggestellt. Zuerst wurde dort, wo es erforderlich war, mit Reet (Bild 4) ein haftungsfähiger Untergrund hergestellt. Dann erfolgte das Auftragen der unteren Putzschicht. Diese teilweise recht dicke Schicht (Bild 5) muss jetzt längere Zeit trocknen, bevor die deckende Feinputzschicht aufgebracht werden kann.

Recht eng geht es im Zwischenraum (Bild 6) beider Häuser zu. Hier im Bild der Blick vom Kirchplatz aus.

Im Bild 7 wieder ein schönes Beispiel für die Kombination von alt und neu. Das neue Fachwerk ist ausgemauert worden, die Ziegelsteine brauchen nur noch verfugt werden. So verlangt es der Denkmalschutz heute, ein sichtbarer Unterschied zwischen den verschiedenen Bauepochen muss erkennbar sein.

In dem Gewirr der Gerüste fällt ein neues Bauteil fast nicht auf. Im Hintergrund des Bildes 8 steht der Stahlrahmen für den Aufzug, der vom Keller bis ins Obergeschoss reicht.

Im Bild 9 ist der obere Teil des Rahmens besser zu sehen. Nachdem vor Ort die Einzelteile zusammengeschweißt wurden, erfolgt das Schleifen der Schweißnähte. Danach ein sofortiger Anstrich mit Rostschutzfarbe, um den Stahl an den Bearbeitungsstellen vor Korrosion zu schützen.

Aber nicht nur auf den Gerüsten geht es eng zu. Auch der Kirchplatz wird intensiv genutzt. Er ist Parkplatz, Lagerplatz und teilweise auch Werkstattbereich auf dem gesägt, gehämmert und viele andere Tätigkeiten durchgeführt werden. Ein Dank von dieser Stelle an alle Nachbarn der Museumsbaustelle, die alle Widrigkeiten so klaglos ertragen.


Die Lücke wird geschlossen
4. September 2011

Eine Bemerkung war vielfach von Beobachtern der Baustelle zu hören: „Man sieht ja gar nicht, dass es voran geht“, hieß es. Nun wird das wohl anders, denn bisher konzentrierten sich die Arbeiten auf das Innere des Museums und den neuen Keller. Jetzt begannen die Arbeiten, um die Baulücke zwischen beiden Gebäuden zu schließen.

Zuerst wurde Kirchplatz 1 wieder auf eigene Füße gestellt. Die bisher stützenden Stahlträger konnten entfernt werden (Bild 1), die Mauerwerkslücken wurden sogleich geschlossen.

Der verbindende Eingangsbereich für das neue Elbschiffahrtsmuseum wird als Stahlkonstruktion ausgeführt. Ein Fachwerk aus Stahlträgern mit sehr viel Glas in der Außenfront wird in der kommenden Zeit errichtet.

Begonnen haben diese Arbeiten mit dem Zusammenbau des zukünftigen Überganges im Obergeschoss beider Gebäude. Eine Vorfertigung des Rahmens (Bild 2) in der Werkstatt war nicht möglich. Alle Einzelteile mussten auf der Baustelle zusammengefügt werden, denn ein rechter Winkel oder gar gleiche Längen der Träger das gab es nicht.

Es sind halt zwei Einzelgebäude aus ganz verschiedenen Epochen, die nie etwas Gemeinsames hatten, aber nun zusammenwachsen.

Einen freien Durchblick (Bild 3) bis zum Kirchplatz gibt es von nun an nicht mehr. Eine massive Betonwand grenzt das Museum gegen den Aufstellungsbereich des Transformators der Stadtwerke ab.

Viel Geschick verlangt das Verlegen eines neuen Fußbodens im oberen Flur des Museums. Bevor es an das Verlegen der Bodendielen geht, muss die Unterkonstruktion hergestellt werden (Bild 4 und 5).

Nicht ganz einfach sind diese Arbeiten, weil der bisher vorhandene Boden absolut nicht waagerecht verläuft. Auch weisen die angrenzenden Türschwellen verschiedene Höhenmaße auf. Da dieser Flur vier zukünftige Ausstellungsräume und zwei Treppen miteinander verbindet, außerdem noch die Verbindung in Richtung Kirchplatz 1 darstellt und später für Rollstuhlfahrer barrierefrei sein muss, ist das Ganze recht knifflig.

Das Verlegen der Bodendielen wird dann der einfachere Teil der Arbeit werden.

Im Dachbodenbereich des Museums haben die Maler (Bild 6) viel zu tun. Ob Fachwerkbalken, Leichtbau- oder Lehmputzwände: Alles bekommt nun den letzten Schliff – oder besser gesagt den Schlussanstrich.

Immer mehr konzentrieren sich die Arbeiten auf das Gebäude Kirchplatz 1. Das Bild 7 zeigt den Bodenbereich nach dem Schütten des Betons. Ein zu schnelles Trocknen wird vermieden, indem der gesamte Bereich mit Folie abgedeckt worden ist. Nun hat das Haus im Erdgeschoss wieder einen tragfähigen Boden bekommen.

Zeitgleich begannen auch die Materialanlieferungen für den Innenausbau vom Kirchplatz 1. Große Mengen an Lehmputz und die erforderlichen Befestigungsmatten aus Reet warten nun auf den Einbau. Das Bild 8 zeigt nur einen geringen Teil der traditionellen Baumaterialien.



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