Fotos: Capt. Wolfgang Schlager, Bellingham, Wa., USA
 



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·       Erbaut bei der Schiffswerft H.C.Stülcken Sohn in Hamburg unter der Bau-Nr. 615

·       Stapellauf am 30.9.1925 – Ablieferung am 29.4.1926

·       Außerdienststellung in Hamburg im August 1962

 

·       1964 erwirbt der Dirigent und Komponist David Rose das Boot und überführt es mit einem Linienschiff der HAPAG nach Kalifornien/ USA. Neuer Heimathafen ist Newport, Ca. Umbenennung des Bootes in CLUTHA. Umrüstung auf Ölbrenner und Einbau eines Hafendiesels. Das Boot macht Fahrten in den Gewässern und Kanälen in der Nähe von Newport.

 

·     1968 vermacht David Rose das Boot dem Maritim Museum in San Francisco, Ca. Ein Scott Newall überführt das Boot über den See von Newport nach San Francisco. Er benennt das Boot um in BURMAH QUEEN. Er war angeblich zuvor in leitender Stellung bei der Burmah Oil Company tätig, daher die Namensgebung. Während der nächsten 8 Jahre lag das Boot an der Museumspier und wird nur sporadisch unter Dampf gehalten.

 

·     1976 erwirbt das Museum in San Francisco einen größeren, alten Seitenradschlepper. Aus Platzmangel an der Pier trennt man sich von der BURMAH QUEEN. Neuer Besitzer wird Robert Blake, Inhaber der kleinen Boots- und Reparaturwerft General Engineering in San Francisco. Das Boot macht zahlreiche Fahrten in der San Francisco Bay bis hinauf zu dem Sacramento River Delta. Es führt die jährliche Parade des Yachtclubs am Eröffnungstag der Saison an und wird auch als Zielschiff bei Segelwettbewerben eingesetzt. Es ist bekannt, dass Robert Blake einmal $300 als Strafe an die US Küstenwache bezahlen musste, als er die Dampfpfeife wiederholt über Gebühr (excessive signaling) ertönen ließ. Nach dem Tod von Robert Blake hatte das Boot wahrscheinlich noch ein oder zwei andere Eigentümer, dies war aber nicht mehr genau feststellbar.

 

·     1995 erwirbt Jerry Ross aus Hansville, Wa. im Februar die BURMAH QUEEN von einem Schiffmakler. Jerry war jahrelang einer der freiwilligen Heizer auf S.S. VIRGINIA V, dem letzten Überlebenden der sog. „Mosquito Fleet“, der früher Fracht und Passagiere im Puget Sound beförderte. Daher rührte seine Dampfbegeisterung. BURMAH QUEEN hatte längere Zeit (mehrere Jahre?) aufgelegen und war in einem sehr schlechten Zustand. 1995 und 1996 arbeiteten Jerry und Helfer viele Stunden, um die Auflagen der US Küstenwache zu erfüllen und das Boot seetüchtig für die Überführung nach Seattle zu machen. Schließlich entschloß man sich aber das Boot nach Seattle zu schleppen. Der kleine Küstenschlepper COAST PILOT benötigte 16 Tage für die Reise von 1.000 Seemeilen. Er musste mehrmals wegen geringer Brennstoffkapazität einen Bunkerhafen anlaufen oder wetterbedingt Schutz suchen.

 

·     1996 traf die BURMAH QUEEN im September in Seattle ein und gab ihr Debüt am 2.11.1996 in Kingston, Wa. bei einer maritimen Veranstaltung. Danach folgten noch einige Weihnachtskreuzfahrten von Seattle aus.

 

·     1997 wurden 26 Fahrten mit insgesamt 233 Dampfstunden unternommen.

·     1998 waren es 22 Fahrten mit 194 Dampfstunden

·     1999 waren es 18 Fahrten mit 200 Dampfstunden

·     2000 liegen keine Angaben vor. 

·     2001 lag das Boot auf, da der Kessel bei einer Inspektion verworfen wurde.

·     2002 ???

 

·     BURMAH QUEEN ist Mitglied in der Classic Yacht Association in Seattle und war die letzten Jahre stets bei der Eröffnungsparade der jährlichen Bootsaison dabei. Sie nahm außerdem an zahlreichen anderen Veranstaltungen teil. Das Boot hatte von 1996 bis 2001 einen Liegeplatz am Lake Washington, der durch die Schleusen in Ballard mit der offenen See verbunden ist. Zur Zeit ist das Boot in Pouslboro auf der Kitsap Halbinsel im Puget Sound aufgelegt.

 

·     Kosten für einen neuen (gebrauchten) Kessel aus Marinebeständen (?) und anstehende Stahlreparaturen am Unterwasserschiff und an Deck könnten die finanziellen Möglichkeiten des jetzigen Besitzers überschreiten. Um Sponsorengelder von der Industrie (z.B. Microsoft) zu bekommen, müsste das Boot, ähnlich wie VIRGINIA V, in einen Trust oder Verein eingebracht werden. Auch ein weiterer Verkauf von BURMAH QUEEN muß in Erwägung gezogen werden. An eine Verschrottung des 75 Jahre alten Dampfveteranen zu denken wäre verfrüht und es sollte alles getan werden, um dies zu verhindern.

 

Die obigen Angaben erheben keinen Anspruch auf vollständige Genauigkeit. Sie wurden nach bestem Wissen erstellt.
Stand vom 2.10.2001

    Wolfgang Schlager
 



 

 
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